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4 Krisen und 1 Todesfall. Der Kreuzweg neu gegangen.

Eine Ehekrise. Eine psychotische Krise. Eine Sinnkrise. Eine Menschheitskrise. Vier junge Menschen, die ins Straucheln geraten, deren Kartenhaus einbricht, die obdachlos werden, in einem übertragenen Sinne. Mit Jesus sind sie in der Wüste ihres Lebens und ringen mit dem Teufel der Sinnlosigkeit. Mit den Jüngern sitzen sie im Garten und starren auf den ringen Jesus: sprachlos, bewegungslos, leblos sehen sie den Freund den Kelch trinken und wünschten nicht einmal mehr, dass er vorbei ginge. Aufgezehrt und ausgebranntt hocken sie wie Petrus am Feuer und spüren die bohrenden Blicke eines gnadenloses Schicksals im Rücken – Jesus, der Freund, der Richter, der Heiland? Heilos fühlen sie sich vom Grabstein überrollt. Wie ein düsterer Engel hocken sie in der Höhle neben seinem Leichnam. Es fehlt ihnen die Kraft ihn zu salben, und sich.

4 Krisen. Und 1 Todesfall, der alle Tode aller Gestorbenen stirbt. Unerbittlich langsam, in 14 Stationen. Ein Tod für Alle, unter der Lupe der stillstehenden Zeit. Und eine 15. Station, die vorsichtig Leben wendet. Erbittlich. Ewig.